Gletscherrückgang und künstliche Intelligenz
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14.6.2002
Gestern Abend konnten sich über 200 Besucher der
ScienceWeek 2002 an der Baufakultät mit 3D-Brillen einen sehr guten
Eindruck von den Folgen der Klimaveränderung in den
Gletscherregionen der Alpen machen. Im Einkaufszentrum Sillpark
traten Menschen in einem Denkwettkampf gegen intelligente Roboter
an. |
Die knapp drei Jahrzehnte lange Abflussreihe des Vernagtferners im
hinteren Ötztal zeigt einen markanten Anstieg sowohl der Jahresabflüsse
als auch der Abflussspitzen im Tagesverlauf. Der seit den 80-er Jahren
beobachtete kontinuierliche Massenverlust ist durchaus an den Klimawandel
gekoppelt, denn dieser liefert zur Zeit die Randbedingungen für die
negative Massenbilanz nahezu aller Alpengletscher. Der Vernagtferner
befindet sich gegenwärtig in einem Stadium, in dem die Veränderungen nicht
nur im Erscheinungsbild, sondern auch in den hydrologischen Eigenschaften
besonders deutlich sichtbar werden. Dr. Ludwig Braun und Dipl.-Met. Markus
Weber von der Kommission für Glaziologie der Bayerische Akademie der
Wissenschaften informierten gestern auf Initiative der Institute für
Wasserbau und Meteorologie und Geophysik in ihrem allgemein verständlichen
Vortrag über die möglichen Folgen der Klimaveränderung und dem damit
verbundenen Rückgang der alpinen Gletscher.
Drei Tage lang steht
der Einkaufspark Sillpark ganz im Zeichen von Robotern, intelligenten
Maschinen und "Reinforcement Learning" - dem Lernen durch Belohnung und
Bestrafung. Bei den Robotertagen, veranstaltet von fabula und dem Institut
für Mathematik der Uni Innsbruck konnte sich jeder selbst ein Bild davon
machen. Bereits bei der Eröffnung am Donnerstag herrschte reger Andrang an
den Informationsständen der Forscher. In einem spektakulären
Live-Experiment lernte Dr. Fantouche, der Kleinroboter des Instituts für
Mathematik, selbst aus den Wirren eines Labyrinths zu entkommen. Bei einem
Wettkampf "Mensch vs. Roboter" schlüpften Interessierte in die Rolle eines
Roboters und versuchten vorgegebene Verhaltenweisen zu erlernen. Besucher
können außerdem im Lego-Roboter-Workshop selbst Roboter bauen und
programmieren oder sich in der "Roboterstreichelwiese" mit Struppi und
seinen Kumpanen anfreunden. Lehrer und Schüler der HTL-Innsbruck
Maschinenbau stellen ihren selbstgebauten 6-Achsen-Gelenkarmroboter, ein
350 kg schweres Gerät, vor. Die Roboterschau läuft noch bis Samstag, 17.00
Uhr, und ist frei zugänglich.
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